Energy Drinks gehören nicht in Kinderhände

280725-energy-drinks.jpg
"Andere Länder machen vor, dass ein Verkaufsverbot möglich und sinnvoll ist – das sollte auch in der Steiermark umsetzbar sein.“
Foto: © Pixabay

Energy Drinks sind inzwischen in nahezu allen Geschmacksrichtungen, Größen und Varianten erhältlich – und erfreuen sich nicht nur bei Erwachsenen, sondern besonders auch bei jungen Menschen großer Beliebtheit. Ein europaweiter Bericht der European Food Safety Authority (Efsa) zeigt sogar, dass Jugendliche im Vergleich zu anderen Altersgruppen am häufigsten zu diesen Getränken greifen, oft mehrmals täglich. Für Kinder unter 14 Jahren kann der Konsum von Red Bull, Monster Energy und Co. jedoch erhebliche gesundheitliche Risiken mit sich bringen.

Um die gewünschte Wirkung zu erzielen, enthalten Energy Drinks neben rund neun Stück Würfelzucker auch zahlreiche Substanzen wie Zitronensäure, Farbstoffe, Aromen sowie Taurin, Guarana, Inosit und vor allem jede Menge Koffein. Laut Efsa sollten Kinder und Jugendliche nicht mehr als 3 mg Koffein pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag zu sich nehmen. Bei einem 12-jährigen Kind mit 45 Kilo entspricht das maximal 135 mg Koffein – eine 250-ml-Dose enthält im Schnitt bereits 80 mg. Besonders bedenklich sind sogenannte Energy-Shots: Mit bis zu 200 mg Koffein überschreiten sie die für Kinder und viele Jugendliche empfohlene Höchstmenge deutlich.

Gesundheitliche Folgen

Das kann schwerwiegende gesundheitliche Auswirkungen haben: Untersuchungen zeigen, dass übermäßiger Konsum von Energy Drinks die Funktion des Herzkreislaufsystems negativ beeinflussen kann – mit möglichen Auffälligkeiten des Herzrhythmus und Blutdruckerhöhungen. Bereits 2008 berichtete das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) von Fällen mit Herzrhythmusstörungen und Nierenversagen bis hin zu Todesfällen. Jüngste Studien belegen, dass selbst geringe Mengen bereits negative Effekte auf Herz und Kreislauf haben können. Die KPÖ ist daher überzeugt: Energy Drinks sind für unter 14-Jährige grundsätzlich ungeeignet – besonders für unruhige Kinder mit Aufmerksamkeitsproblemen.

In der vergangenen 54. Sitzung der Gesundheitsplattform Steiermark hat KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler dieses Thema auch aufs Tapet gebracht und eine Stellungname der Verantwortungsträger:innen gefordert. Darin betonte die Fach- und Koordinationsstelle Ernährung, dass „eine Einschränkung der Zugänglichkeit von Energy Drinks insbesondere im Schulbereich begrüßenswert” sei. In mehreren europäischen Ländern wie Polen, Litauen, Großbritannien oder künftig auch Tschechien gelten bereits Altersbeschränkungen oder Verkaufsverbote.

Antrag der KPÖ

Die KPÖ fordert jetzt mittels Antrag eine Novelle des Steiermärkischen Jugendgesetzes, mit der der Verkauf von Energy Drinks an Kinder bis 14 Jahre verboten wird. „Für Kinder sind Energy Drinks grundsätzlich ungeeignet – das ist längst bekannt und wissenschaftlich belegt. Es ist widersprüchlich, wenn wir einerseits in Schulen auf gesunde Ernährung achten, andererseits aber der freie Verkauf stark koffeinhaltiger Energy Drinks an Kinder möglich ist. Es braucht klare gesetzliche Regelungen, um die Gesundheit junger Menschen besser zu schützen. Andere Länder machen vor, dass ein Verkaufsverbot möglich und sinnvoll ist – das sollte auch in der Steiermark umsetzbar sein“, fordert KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler.

 

Kulturszene erneut unter Druck: Förderstillstand sorgt für massive Verunsicherung

05-02-26 Die stei­ri­sche Kul­tur­sze­ne steht er­neut un­ter mas­si­vem Druck. Be­reits im ver­gan­ge­nen Jahr kam es un­ter der blau-schwar­zen Lan­des­re­gie­rung zu ra­di­ka­len Kür­zun­gen – vie­le Kul­tu­r­in­i­tia­ti­ven und Kunst­schaf­fen­de gin­gen leer aus oder muss­ten Pro­jek­te ein­s­tel­len. Nun dro­hen die nächs­ten Ein­schnit­te: Seit Mo­na­ten…

Alarmierende Nachrichten aus Bad Aussee: Orthopädische Leistungen ab sofort eingestellt!

04-02-26 Die Be­fürch­tun­gen ha­ben sich lei­der be­wahr­hei­tet: In Bad Aus­see wer­den ab so­fort al­le ge­plan­ten or­tho­pä­d­i­schen Ein­grif­fe ge­s­tri­chen. Der KPÖ wur­den be­reits am Di­ens­tag In­for­ma­tio­nen zu­ge­spielt, wo­nach es ei­ne Di­enst­an­wei­sung des KA­Ges-Vor­stands Stark im Spi­tals­ver­bund Rot­ten­mann/Bad Aus­see ge­ge­ben ha­ben soll. Die­se Be­rich­te…

Pflege in Gefahr: Verschlechterung des Personalschlüssels stoppen!

02-02-26 Im Rah­men ei­ner Pres­se­kon­fe­renz be­rich­te­ten Klu­b­ob­frau Clau­dia Klimt-Weitha­ler, Stadt­rat Robert Krot­zer so­wie Di­p­lom­kran­kenpf­le­ger und Dia­ko­nie-Be­triebs­rats­vor­sit­zen­der Wolf­gang Schwab über die Ent­wick­lun­gen in der Pf­le­ge und den wach­sen­den Wi­der­stand.

Veröffentlicht: 28. Juli 2025