Blau-Schwarz kürzt bei Wohnbauförderung – leistbares Wohnen bleibt auf der Strecke

Wohnung Wohnung Wohnbau  (1).jpg
"Dass mit der neuen Reform eine weitere Möglichkeit entfällt, Wohnen leistbarer zu machen, fügt sich nahtlos in die Kürzungspolitik von Blau-Schwarz ein und verschärft die ohnehin angespannte Wohnsituation weiter."

Vor rund einem Jahr hat das Land Steiermark die Sanierungs- und Eigenheimförderungen ausgesetzt, weil die Mittel dafür ausgeschöpft waren. Die angekündigte neue Reform für das Wohnbauförderungsgesetz wurde heute plötzlich vom zuständigen Ressort angekündigt und tritt schon mit 1. März in Kraft. Bei den Förderungen für Eigenheime (Ein- und Zweifamilienhäuser) kommt es zu massiven Kürzungen, mehrere bewährte Förderschienen – etwa für Sanierungen oder Jungfamilien bei Wohnungen – werden vollständig gestrichen. Das in Zeiten steigender Baukosten und eines ohnehin angespannten Wohnmarktes.

Die konkreten Einschnitte

Statt bis zu 100.000 Euro erhalten Paare künftig nur mehr 40.000 Euro an Förderung. Der neu eingeführte Jungfamilienbonus von 10.000 Euro kann diese Kürzung nicht ausgleichen. Auch ökologische Maßnahmen werden stark reduziert – hier sinkt die Förderung von 40.000 auf 10.000 Euro und gilt nur mehr für die neu eingeführte „thermische Sanierung“ und nicht mehr für die „Umsetzung umfassender energetischer Maßnahmen“. Gleichzeitig wird die maximal kombinierbare Gesamtförderung von 200.000 auf 80.000 Euro gekürzt. Komplett gestrichen werden die kleine Sanierung, die umfassende energetische Sanierung sowie die bisherige Jungfamilienförderung für Wohnungen.

„Im Kern geht es bei dieser Reform um Kürzungen beim Wohnbaubudget. Dass damit eine weitere Möglichkeit entfällt, Wohnen leistbarer zu machen, fügt sich nahtlos in die Kürzungspolitik von Blau-Schwarz ein und verschärft die ohnehin angespannte Wohnsituation weiter. Nach den bereits erfolgten Einschnitten bei Sozial- und Wohnunterstützung sowie dem Heizkostenzuschuss, hat auch diese Reform spürbare Auswirkungen auf unzählige steirische Haushalte. Genau deshalb fordert die KPÖ seit Jahren konsequent den Ausbau des gemeinnützigen Wohnbaus, wie es bereits in Graz passiert“, kritisiert KPÖ-Landtagsabgeordneter Alexander Melinz.

Besonders widersprüchlich ist außerdem das Verhalten der ÖVP: Während die Grazer Volkspartei unter Kurt Hohensinner noch Ende 2024 mehr Unterstützung für Eigentumserwerb und Sanierungen gefordert und die damalige Wohnraumoffensive des Landes gelobt hat, streicht die Parteikollegin und zuständige Landesrätin Schmiedtbauer nun genau in diesem Bereich. Das zeigt einmal mehr, dass Forderungen leichtfallen, solange man keine Verantwortung trägt – während diese Forderungen in Regierungsverantwortung scheinbar keinen Stellenwert mehr haben.

KPÖ klar gegen Wehrpflicht für Frauen – Gleichstellung braucht Rechte, keine neuen Pflichten

02-03-26 Im Zu­ge ei­ner Pres­se­kon­fe­renz zum stei­ri­schen Gleich­stel­lungs­be­richt hat Lan­des­haupt­mann-Stell­ver­t­re­te­rin Khom heu­te ei­ne De­bat­te über ei­ne verpf­lich­ten­de Wehr- und Zi­vil­di­enstpf­licht für Frau­en an­ge­sto­ßen. Die KPÖ lehnt die­sen Vor­stoß klar ab, denn es ist zy­nisch, un­ter dem Deck­man­tel der „Gleich­be­rech­ti­gung“ über neue…

Nein zur Abschaffung der Leerstandsabgabe!

02-03-26 Laut Me­di­en­be­rich­ten möch­te die blau-schwar­ze Lan­des­re­gie­rung die Leer­stands­ab­ga­be in der Stei­er­mark wie­der ab­schaf­fen, da­bei wur­de sie erst 2022 von der Vor­gän­ger­re­gie­rung ein­ge­führt. Für die oh­ne­hin fi­nan­zi­ell stark be­las­te­ten Ge­mein­den wür­de das ei­nen wei­te­ren Ein­nah­men­ver­lust be­deu­ten. Im­mer­hin hat ein Groß­teil der…

Das sind die Kandidat:innen der KPÖ-Graz

28-02-26 In ge­nau vier Mo­na­ten – am 28. Ju­ni – wird in Graz ein neu­er Ge­mein­de­rat ge­wählt. Heu­te ha­ben die Mit­g­lie­der der Gra­zer KPÖ die Kan­di­da­tin­nen und Kan­di­da­ten für die Ge­mein­de­rats­wahl so­wie die Lis­te­n­ers­ten für die Be­zirks­ver­t­re­tun­gen ge­wählt. „Wir sind ei­ne Par­tei…

KPÖ-Programm im Frauen*März

27-02-26 Der In­ter­na­tio­na­le Frau­en­tag am 8. März macht sicht­bar, dass Gleich­stel­lung, Selbst­be­stim­mung und ein Le­ben frei von Ge­walt noch im­mer kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit sind, vor al­lem an­ge­sichts zu­neh­men­der so­zia­ler Un­si­cher­heit, rech­ter Het­ze und frau­en­feind­li­cher Po­li­tik. Die KPÖ setzt im Frau­en*März da­her mit…

Veröffentlicht: 27. Februar 2026