Betriebliche Kinderbetreuung ausbauen – aber mit Bildungsanspruch!

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„Eine Krippe oder ein Kindergarten ist immer auch eine Bildungseinrichtung und muss dementsprechend geführt werden."

Im Bereich der elementaren Bildung steht die Steiermark vor großen Herausforderungen. Der Rechnungshof hat erst kürzlich darauf hingewiesen, dass der Ausbau von Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen viel zu langsam voranschreitet. Ergänzende Lösungen sind daher dringend notwendig. Eine Möglichkeit wäre da etwa die Förderung und der Ausbau von betrieblichen Kindergärten und Krippen – denn auch größere Unternehmen müssen endlich stärker in die Pflicht genommen werden.

Über ein neues Informationsangebot für steirische Betriebe, „das den Ausbau der betrieblichen Kinderbetreuung vorantreiben soll“, informieren heute Bildungslandesrat Hermann, WKO und IV im Zuge einer Pressekonferenz. Dass dieses Thema nun endlich in Bewegung kommt, ist ausdrücklich zu begrüßen – die KPÖ hat bereits 2007 entsprechende Initiativen im Landtag eingebracht. Denkbar wäre etwa ein Modell, bei dem Unternehmen ab einer Größe von 20 Mitarbeiter:innen Anspruch auf eine Landesförderung erhalten, um eigene Kindergärten und Krippen einzurichten.

Gleichzeitig warnt die KPÖ allerdings davor, diese Einrichtungen lediglich als Aufbewahrungsstätten für Kinder zu sehen: „Eine Krippe oder ein Kindergarten ist immer auch eine Bildungseinrichtung und muss dementsprechend geführt werden. Es geht nicht nur darum, dass Kinder irgendwo abgestellt werden, während die Eltern arbeiten, sondern dass sie bestmögliche Entwicklungs- und Bildungsangebote erhalten. Das muss bei allen neuen Initiativen im Mittelpunkt stehen“, fordert KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler.

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Veröffentlicht: 8. September 2025