Ausverkauf öffentlichen Wohnraums geht weiter: Nach Judenburg folgt Kindberg
Erst vergangene Woche wurde der Verkauf aller Gemeindewohnungen in Judenburg bekannt – nun folgt die nächste Hiobsbotschaft aus Kindberg. Dort soll ein Teil des kommunalen Wohnungsbestands verkauft werden: „Gemeindewohnungen sind ein zentrales Instrument für leistbares Wohnen, weil sie langfristig der öffentlichen Hand erhalten bleiben, Mietpreise stabilisieren und nicht den Interessen privater Investoren unterliegen. Dass bestehende Mietverträge vorerst bestehen bleiben, ändert nichts daran, dass sich die Situation für künftige Mieter:innen verschlechtern wird“, kritisiert der Mürztaler Bezirkssekretär Mario Zver.
KPÖ-Landtagsabgeordneter Alexander Melinz ergänzt: „Bemerkenswert ist auch, dass der Verkauf auf Empfehlung des Landes erfolgt. Statt Gemeinden dabei zu unterstützen, ihre Gemeindewohnungen zu erhalten und zu sanieren, treibt die blau-schwarze Landesregierung den schrittweisen Ausverkauf öffentlichen Eigentums offenbar selbst voran. Wer so agiert nimmt in Kauf, dass leistbarer Wohnraum verloren geht und die Abhängigkeit von privaten Investoren weiter wächst.“
Veröffentlicht: 30. Juni 2026