30 Millionen weniger für Spitäler: Blau-Schwarz gefährdet die Gesundheitsversorgung
Die FPÖ hat vor der Landtagswahl einen großen Handlungsbedarf in der Gesundheitsversorgung geortet und der damaligen Landesregierung einen unverantwortlichen Kahlschlag vorgeworfen. Landeshauptmann Mario Kunasek kündigte noch dazu an: „Mit uns wird es keine weitere Ausdünnung der Gesundheitsversorgung in der Steiermark geben.“ Von diesem Versprechen ist allerdings wenig übriggeblieben. Ganz im Gegenteil hat die blau-schwarze Landesregierung die Schließung der gynäkologischen Abteilung in Schladming und der chirurgischen Ambulanz in Bruck an der Mur sowie den Wegfall von Bad Aussee als Standardkrankenhaus zu verantworten. 2029 folgt noch die Schließung der Orthopädie in Bad Radkersburg. Und jetzt sieht der Budgetentwurf für 2027 auch noch weitere Kürzungen von rund 30,2 Millionen Euro bei den steirischen Fondskrankenanstalten vor.
Die Folgen dieser Kürzungen wären für Beschäftigte und Patient:innen gleichermaßen fatal. Schon jetzt arbeiten viele Beschäftigte im Gesundheits- und Pflegebereich an der Belastungsgrenze, während die Zahl der Patient:innen sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich weiter gestiegen sind. Gleichzeitig sieht der Budgetentwurf eine Reduktion der im Stellenplan der KAGes vorgesehenen Stellen von 16.017 im Jahr 2025 auf 15.849 im Jahr 2027 vor. Das sind 168 Stellen weniger, obwohl der Versorgungsbedarf steigt. Die Kürzungen betreffen zudem nicht nur die KAGes, sondern auch die Non-KAGes-Krankenhäuser.
„Wer bei den Spitälern 30 Millionen Euro kürzt, spart nicht bei irgendeinem Budgetposten, sondern gefährdet de facto die Gesundheitsversorgung in der Steiermark. Die Beschäftigten leisten schon jetzt Enormes – ihnen durch den Stellenabbau noch mehr Arbeit aufzubürden und damit Leistungen weiter einzuschränken, Wartezeiten zu verlängern oder bestehende Engpässe zu verschärfen, ist unverantwortlich. Die FPÖ hat vor der Wahl versprochen, einer weiteren Ausdünnung der Gesundheitsversorgung einen Riegel vorzuschieben – jetzt tut sie genau das Gegenteil“, betont KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler.
Veröffentlicht: 20. Oktober 2026