Bericht aus der Gemeinderatssitzung von 17.11.2011

Tiefpunkt war gleich Höhepunkt!

Es gab vor dieser Sitzung schon sehr viel Wirbel um ein Thema. „das Kulturprogramm“! Die Stimmung war bei diesem Punkt richtig zu spüren und es wurde sehr emotional und stellenweise niveaulos. Herr Kulturstadtrat Hofbauer bekam vom Bürgermeister die Möglichkeit eine Richtigstellung in Bezug auf die Kritik von mir, der ÖVP und der GRÜNE zu machen. Diese Rede war von Polemik und respektlosen Vorwürfen und Gegenargumentionen gekennzeichnet. Der Bürgermeister mischte sich trotz teilweise verbalen Entgleisungen nicht ein! In meiner Wortmeldung zu die Aussagen des Herrn Kulturstadtrates Hofbauer bzw. dem Programm verurteilte  ich diese respektlose Art heftig. Ich denke, wir können alle im Gemeinderat auf eine respektvolle Art miteinander diskutieren und müssen nicht immer mit Fäusten, wie Muhammad Ali in seinen besten Zeiten, einschlagen. Diese verbalen Entgleisungen von Herrn Kulturstadtrat Hofbauer war der Höhepunkt einer Diskussionsart bis jetzt im Gemeinderat, die ich NICHT gutheiße. Ich appelliere hier noch einmal an alle Gemeinderatsmitglieder für einen niveauvollen bzw. respektvollen Umgang miteinander. Herr Bürgermeister meinte, dass wir nicht solche Mimosen sein sollten. Ich erinnere mich aber an die Vergangenheit, wo sich der Herr Bürgermeister verbale Entgleisungen  geleistet hatte (Bsp.: „Dem kann keiner helfen!“). Wer im Glashaus ist, sollte nicht mit Steinen werfen.

Zu meiner Kritik an den Herrn Kulturstadtrat Hofbauer, dass er mich mit falschen Abstimmungsergebnissen in seinen Leserbriefen attackiert hatte („Ich stimme gegen alles!“) entschuldigte er sich öffentlich. Ich lehnte das Kulturprogramm nicht nur wegen der fehlenden Evaluierung bzw. der Kostenwahrheit ab, sondern auch wegen der unvollständigen Auflistung beim Programm. Es stehen bei einigen Programmpunkten deren Kosten, jedoch nicht wofür das Geld benötigt wird. Ich tue mir schwer, für etwas zu stimmen, wo ich nicht weiß, wofür es ist.

Abschließend muss ich noch folgendes feststellen: Aufgrund meiner Kritik am Kulturstadtrat Hofbauer in der Gemeinderatssitzung, dass er bis heute auf meine E-Mail vor Wochen nicht geantwortet hat, suchte der Herr Kulturstadtrat nach der Gemeinderatssitzung ein kurzes persönliches Gespräch mit mir. Hierbei entschuldigten wir uns Beide für unsere teilweise harten Worte und er bot mir ein persönliches Gespräch an. Dieses Angebot werde ich natürlich annehmen und hoffe für die Zukunft, dass solche Diskussionen nicht mit diesem Niveau geführt werden. Denn trotz unterschiedlichen Parteinansichten sind wir alle nur Menschen.

In diesem Sinne: Fürchtet Euch Nicht!

Gemeinderat Jürgen Klösch 

20. November 2011