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Wollsdorf: 140 Arbeitsplätze vernichtet

LAbg. Murgg: „Massenkündigung zeigt, wie EU-Konkurrenzregime funktioniert.“

140 Arbeitsplätze werden bei Wollsdorf Leder in Weiz vernichtet. Nicht, weil die Firma keine Abnehmer für ihre Produkte mehr hat, sondern weil sie in Kroatien billiger produzieren kann. Dieser Vorgang zeigt wenige Tage vor der EU-Wahl die unappetitlichen Auswirkungen des EU-Konkurrenzregimes auf, sagt KPÖ-LAbg. Werner Murgg.

An Zynismus kaum zu überbieten ist die Reaktion von Wirtschaftslandesrat Buchmann (VP): Er nimmt die Massenkündigung zum Anlass, um eine weitere Aufweichung der sozialen Standards zu fordern – oder, in seinen Worten, „Maßnahmen, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Österreichs nicht zu gefährden.“

Werner Murgg: „Die EU bringt angeblich Arbeitsplätze, die aber noch niemand gesehen hat. Kaum ist Kroatien bei der EU, verschwinden die Wollsdorfer-Arbeitsplätze schon dorthin. Dieses Karussell wird sich so lange drehen, bis europaweit die niedrigsten Sozialstandards und die größtmöglichen Privilegien für Konzerne durchgesetzt sind.“

Die KPÖ wird sich dafür einsetzen, dass die Landesregierung den Menschen vor Ort mit konkreten Maßnahmen hilft, anstatt die Kündigungen als Anlass zu nehmen, um parteipolitisches Kleingeld mit der Bundesregierung zu wechseln. Dort haben dieselben Parteien das Sagen wie in der Steiermark.

23. Mai 2014