Spielplätze: Verbesserungen im Baugesetz gefordert

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Was Kinderspielplätze betrifft, hat das Steiermärkische Baugesetz einige Ungenauigkeiten und Lücken. Der Grazer Gemeinderat fordert das Land nun auf, diese zu beheben. (Foto: Cocoparisienne, Pixabay)
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Unschärfen und Leerstellen im Baugesetz sorgen immer wieder dafür, dass Kinderspielplätze ungeeignet gestaltet oder gar nicht erst gebaut werden. Der Grazer Gemeinderat fordert nun Änderungen vom Land.
Spielplätze, die direkt neben Parkplätzen oder wie vor einigen Jahren in Wetzelsdorf sogar direkt an die Bahnstrecke angrenzen, sind derzeit leider völlig gesetzeskonform“, kritisiert KPÖ-Gemeinderat Max Zirngast. Überhaupt fehlt im Steiermärkischen Baugesetz eine Definition, was ein Kinderspielplatz ist – anders als etwa in der Wiener Bauordnung oder im Vorarlberger Baugesetz. „Eine Erweiterung des entsprechenden Paragraphen ist dringend nötig“, so Zirngast.


Konkrete Vorschläge für Verbesserungen

Besonders wichtig findet er, dass Spielplätze so angeordnet werden müssen, dass sie möglichst weit von Gefahrenzonen wie Straßen, Schienen, oder Lüftungsschächten entfernt sind. Derzeit kommt es vor, dass zwar Spielplatzflächen vorgesehen sind, auf denen aber nie auch nur ein einziges Spielgerät aufgestellt wird – wie etwa im Brauquartier Puntigam oder in der Niesenbergergasse/Ecke Finkengasse. „Spielplätze sollten für Kinder vom Wohnort aus sicher erreichbar sein“, so Zirngast. Auch wäre es sinnvoll, Spielplätze so zu errichten, dass sie möglichst in Sicht- und Rufweite der Wohnungen sind.Der Antrag wurde mehrheitlich beschlossen. Gegen die Verbesserungen stimmten ÖVP und Freiheitliche.

Veröffentlicht: 6. Juni 2023