Pflege in Gefahr – Hände weg vom Personalschlüssel!

200126-pflegeprotest.jpg
„Was Kornhäusl, Kunasek und Co. hier vorbereiten, ist kein technischer Budgetakt, sondern ein Frontalangriff auf die Pflege."

Im letzten Gesundheits- und Pflegeausschuss wurde bekannt, dass die steirische Landesregierung eine Verschlechterung des Personalschlüssels in Pflegewohnheimen erwägt. Der zuständige Landesrat Kornhäusl sprach davon, dass es „keine Denkverbote“ gebe. Eine Senkung des Pflegeschlüssels hätte jedoch gravierende Folgen: Weniger Zeit, Zuwendung und Sicherheit für rund 13.000 Bewohner:innen in der Steiermark sowie noch mehr Druck und Überlastung für Pflegekräfte, die bereits heute an der Belastungsgrenze arbeiten. In Zeiten akuten Personalmangels wäre dieser Schritt ein fatales Signal und würde die Abwanderung aus dem Pflegeberuf weiter verschärfen.

Widerstand gegen Kürzungspläne der Landesregierung wächst

Gegen diese Pläne regt sich bereits breiter Widerstand: Vor der Landtagssitzung versammelten sich heute Pflegekräfte, Betroffene und Unterstützer:innen, um gegen eine Verschlechterung des Personalschlüssels zu protestieren. Im Landtag selbst bringt die KPÖ in der heutigen Landtagssitzung eine Dringliche Anfrage ein, um von Blau-Schwarz Klarheit über die geplanten Maßnahmen und deren Folgen zu verlangen.

„Was Kornhäusl, Kunasek und Co. hier vorbereiten, ist kein technischer Budgetakt, sondern ein Frontalangriff auf die Pflege. Wer beim Pflegepersonal kürzt, gefährdet die Versorgung der Menschen und treibt Pflegekräfte aus dem Beruf. Wir werden nicht zulassen, dass FPÖ und ÖVP die Pflege kaputtsparen – der Personalschlüssel muss verbessert und nicht verschlechtert werden“, kritisiert KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler.

Petition gegen Herabsenkung des Pflegeschlüssels

Schon jetzt wird der Personalschlüssel den realen Bedarfen nicht gerecht. Aber anstatt die Situation zu verbessern, bereitet die Landesregierung weitere Kürzungen vor. Sie haben offenbar immer noch nicht begriffen: Wer heute beim Personal kürzt, zahlt morgen doppelt: Mit Ausfällen, mit Qualitätsverlust, mit zerstörtem Vertrauen. Aus diesem Grund wurde eine Online-Petition gestartet, die einen sofortigen Stopp aller Kürzungspläne und einen Fahrplan zur Verbesserung des Personalschlüssels bis 2030 verlangt.

Hier unterschreiben: Petition - Pflege in Gefahr

Neuaufstellung Messe Graz: Gemeinderat beschließt finanzielle Absicherung

13-02-26 Der Gra­zer Ge­mein­de­rat hat mehr­heit­lich ei­nen Ei­gen­ka­pi­tal­zu­schuss in Höhe von 5 Mil­lio­nen Eu­ro für die Mes­se Con­gress Graz (MCG) be­sch­los­sen. Da­mit wird ein ent­schei­den­der Schritt ge­setzt, um die Mes­se neu auf­zu­s­tel­len und wirt­schaft­lich nach­hal­tig ab­zu­si­chern.

Finanzausgleich: So ungerecht wird Graz behandelt

13-02-26 Über al­le Par­tei­g­ren­zen hin­weg be­sch­loss der Gra­zer Ge­mein­de­rat, die Bun­des­re­gie­rung auf­zu­for­dern, die his­to­risch ge­wach­se­ne Be­nach­tei­li­gung der stei­ri­schen Städ­te und Ge­mein­den zu be­en­den statt sie fort­zu­sch­rei­ben.

Mehr Kassenstellen für Wien, minimale Zuwächse für die Bundesländer

13-02-26 Wie ges­tern be­kannt wur­de, sol­len laut ÖGK ös­t­er­reich­weit mehr Kas­sen­arzt­s­tel­len ent­ste­hen, die ge­plan­te Ver­tei­lung sorgt je­doch für Schie­fla­gen. Wäh­rend Wi­en 215 zu­sätz­li­che Plan­s­tel­len er­hal­ten soll, ent­fal­len auf al­le üb­ri­gen Bun­des­län­der ge­mein­sam nur 155 – auf die Stei­er­mark ge­ra­de ein­mal 17.…

KPÖ half 81 Personen mit 8.664 Euro in der Weststeiermark

13-02-26 Die KPÖ legt ein­mal im Jahr tra­di­tio­nell am Tag der of­fe­nen Kon­ten Re­chen­schaft über die Ver­wen­dung ih­rer Po­lit-Be­zü­ge ab. Denn seit 1998, als Er­nest Kal­te­neg­ger zum ers­ten Mal in die Gra­zer Stadt­re­gie­rung ein­zog, be­hal­ten sich KPÖ-Man­da­tar:in­nen nur ei­nen Teil ih­rer…

Veröffentlicht: 20. Januar 2026