Long Covid ernst nehmen!

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Anlässlich des zweiten Long Covid Awareness Days fordert KPÖ-Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer, dass die Therapieangebote für Long Betroffene weiter ausgebaut werden. 
Foto: © Antonia Renner

Am Mittwoch, 15. März, ist der zweite internationale Long Covid Awareness Day. Diesen Tag wollen Betroffene nutzen, um das Krankheitsbild des Post-Covid-19-Syndroms stärker ins Bewusstsein zu rufen.

Long Covid wurde anfangs vielfach nicht als ernsthafte gesundheitliche Bedrohung wahrgenommen, obwohl rund zehn Prozent von Covid-19-Patient:innen von Langzeitfolgen berichten. Mittlerweile weisen Ärztinnen und Ärzte die auf Long Covid hindeutenden Symptome zwar vielfach richtig zu und behandeln die mitunter schweren Folgeerscheinungen entsprechend. Insgesamt fühlen sich viele Betroffene jedoch nach wie vor zu wenig ernst genommen und konstatieren zu wenig Therapieangebote. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Betroffene trotz therapeutischer Maßnahmen körperlich ermattet sind. Bereits geringe Anstrengungen führen zu Müdigkeit und Erschöpfung, der normale Alltag ist kaum bewältigbar. Für weitere Tätigkeiten fehlt oft schlicht die Energie.

Umso wichtiger ist es, Long Covid und seine Begleiterscheinungen im Bewusstsein zu verankern – in der Bevölkerung, in den Medien, in der Medizin und auch in der Politik. Für chronisch erkrankte Menschen ist eine wohnortnahe Behandlung auf Grund ihrer starken Erschöpfung uanbdingbar. Daher ist ein Versorgungskonzept bestehend aus Hausarzt bzw. Hausärztin und Fachärzt:innen wie Internisten, Pneumolog:innen, einem multiprofessionellen Team samt Diätberatung, Physio- und Psychotherapeut:innen notwendig. Die Long Covid Spezialambulanz am LKH Graz II bietet genau diese umfassenden Therapie-Möglichkeiten an.

„Etliche Betroffene kämpfen noch Monate nach einer Covid-Infektion mit schweren Krankheitssymptomen. Long Covid ist eine schwerwiegende Erkrankung, die entsprechend behandelt werden muss. Ich unterstütze die Betroffeneninitiative in ihrem Ansinnen, die Therapieangebote noch weiter auszubauen“, betont der Grazer Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer.

 

Weiterführende Informationen:

 

  1. Betroffeneninitiative „Long Covid Austria“: www.facebook.com/groups/longcovidat und https://www.longcovidaustria.at/; kontakt@longcovidaustria.at
  2. Long Covid Spezialambulanz am LKH Graz II, Abteilung für Innere Medizin und Pneumologie: +43 0312/4501-7063 (in der Zeit von 13:00-15:00) und long-covid@lkh-graz2.at
  3. Ombudsstelle ÖGK (jeweiliges Bundesland anklicken): https://www.gesundheitskasse.at/cdscontent/?contentid=10007.870541&portal=oegkportal
  4. Österreichischer Reha-Kompass: https://rehakompass.goeg.at/#/start

 

Bezirk Liezen: Große Lücken bei Test- und Impfangebot

08-11-21 Jo­hann Plo­der und Clau­dia Klimt-Weitha­ler: Lie­zen nicht im Stich las­sen!. Auf­grund der mas­siv stei­gen­den Co­ro­na-In­fek­ti­ons­zah­len wur­de vie­ler­orts ein Aus­bau der Test­mög­lich­kei­ten an­ge­kün­digt. An­ders im Be­zirk Lie­zen, in dem es nach der Sch­lie­ßung der Test­stra­ße in Rot­te­mann für Tau­sen­de kei­ne wohn­ort­na­he Test­mög­lich­keit mehr gibt. Auf die­se Pro­b­le­ma­tik macht die KPÖ auf­merk­sam.

Veröffentlicht: 15. März 2023