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Hunderte Arbeitsplätze in ÖBB-Werkstätte Knittelfeld gefährdet

ÖBB-Management betreibt gezielten Ausverkauf der Waggonreparatur ins Ausland

Noch vor wenigen Tagen wurde ÖBB-Generaldirektor Kern als neue SPÖ-Bundeskanzlerhoffnung, als Wunderwuzzi, gepriesen. Sein Wirken als Spitzenmanager hat jedoch mit sozialdemokratischer Gesinnung nichts am Hut. Das sagte der GLB-Arbeiterkammerrat Kurt Luttenberger zu Kerns Plänen, hunderte Arbeitsplätze in Knittelfeld ins Ausland zu verlagern.

Heimlich still und leise lagern die ÖBB seit geraumer Zeit Reparaturkapazitäten der heimischen Eisenbahnerwerkstätten ins EU-Ausland – nach Ungarn und die Slowakei – aus, der günstigeren Löhne wegen. Laut APA-Pressebericht ist mittelfristig auch der Standort Knittelfeld betroffen.

Für den steirischen GLB-Vorsitzenden Kurt Luttenberger wäre dies eine Katastrophe. „Die Eisenbahnerstadt Knittelfeld ohne Werkstätte – dies ist denkunmöglich!“ In dem obersteirischen Standort wurde und wird permanent investiert, die Werkstätte ist auf dem neusten Stand der Technik und besitzt hunderte erfahrene Kolleginnen und Kollegen mit höchstem Ausbildungsniveau. Das Ergebnis kann sich international sehen lassen, nämlich hohe Produktivität und hohes Qualitätsniveau, wo viele andere europäische Bahnwerkstätten einmal hin müssen.

Luttenberger: „Die ÖBB gehört der Republik Österreich und erfüllt wichtige Aufgaben für die Öffentlichkeit; zehntausende Arbeitsplätze stehen im Zusammenhang mit der Bundesbahn und deren Zulieferfirmen – und dies muss auch so bleiben!“

Der steirische GLB-Vorsitzende fordert die Bundesregierung und vor allem die SPÖ-Spitze auf, diesen Managementunsinn sofort abzustellen.

15. Dezember 2014