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Funovits und Kaltenbeck fordern „Uni-Bim“

ÖV: Grazer Stadtregierung begräbt mit neuem Verkehrskonzept Uni-Anbindung

Anlässlich des Semesterbeginns präsentierten Philipp Funovits (KPÖ-Landtagskandidat auf dem Listenplatz 2) und Dieter Kaltenbeck, unabhängiger Personalvertreter der Universität Graz, heute in einer Pressekonferenz ihre Vorstellungen von der Straßenbahn-Anbindung der Grazer Universität.
 

Die Universität ist mit mehreren tausend Bediensteten und 23.000 Studierenden einer der Leitbetriebe der Stadt und überdies auch einer der größten Verkehrserzeuger der Stadt. Eine Anbindung an das Straßenbahnnetz würde für eine Entlastung des Viertels vom Autoverkehr, eine deutliche Attraktivierung des Universitätsstandortes Graz und somit einen großen Sprung in der Qualität des öffentlichen Verkehrs der Landeshauptstadt bedeuten.

Immer wieder, so Funovits, wurden im Laufe der Jahre Varianten vorgeschlagen – Ringlinie, Trassenverlegung der Linie 1 – die allerdings nach kurzer öffentlicher Diskussion rasch wieder in der Schublade verschwanden. In der kommenden Sitzung des Grazer Gemeinderates Ende September wird mit dem Beschluss der Verkehrspolitischen Leitlinien 2020 das Projekt einer Straßenbahnanbindung der Universität de facto begraben. Vizebürgermeisterin Lisa Rücker wolle die von ihr als „Herzensprojekt“ mit vergleichsweise geringen Kosten gelobte Trassenverlegung der Linie 1 schlicht nicht weiter verfolgen.

Auch das „shared space“ Projekt am Sonnenfelsplatz weist auf ein Aus für die Straßenbahn zur Universität hin, denn ein 60-Tonnen-Fahrzeug mit einem Bremsweg von dutzenden Metern, das an einen Taktverkehr gebunden ist, kann sich eine Kreuzung schwer mit FußgängerInnen teilen, betont Dieter Kaltenbeck.

Philipp Funovits: „Studierende sind die Stiefkinder der Politik. Ein öffentlicher Ort, an dem 30.000 Menschen arbeiten oder ihren Lebensmittelpunkt haben, sollte selbstverständlich eine qualitativ hochwertige Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz haben. Die über 40.000 Studierenden der Steiermark sollten vernünftige Tarife für die Benützung öffentlicher Verkehrsmittel bezahlen. Beides geschieht seit Jahren nicht, im Fall der Studienkarte werden seit Jahren Beschlüsse des Landtages für eine Erhöhung der Ermäßigung missachtet. Die zuständigen VerkehrspolitikerInnen in Land und Stadt halten die Betroffenen ‚am Schmäh’.“

Die KPÖ fordert daher gemeinsam mit den VertreterInnen der Bediensteten und Studierenden der Universität Graz, die verkehrspolitischen Leitlinien an die verkehrspolitischen Notwendigkeiten anzupassen und die Trassenführung endlich in Angriff zu nehmen. Ziel muss es sein, innerhalb der nächsten Landtagsperiode eine Straßenbahnanbindung der Universität Graz zu erreichen.

16. September 2010






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