KPÖ für Millionärssteuer

ORF-Steiermark berichtet über Wahlkampfauftakt beim Volkshaus-Fest

KPÖ fordert Steuer für Euro-Millionäre
In gemütlicher Sommerfest-Atmosphäre hat die KPÖ am Samstag vor ihrer Parteizentrale in der Grazer Lagergasse den Wahlkampfauftakt für die Nationalratswahl gefeiert. Dabei forderte sie eine Steuer für Euro-Millionäre.

"Geben statt Nehmen"
Der steirische Spitzenkandidat Franz-Stephan Parteder sagt, in einer Zeit, in der die Managergehälter immer mehr steigen, gleichzeitig aber auch die Armut steige, sei es notwendig, eine große Umverteilung von oben nach unten durchzuführen. Daher fordere die KPÖ eine Millionärssteuer. Euro-Millionäre sollten fünf Prozent Steuer zahlen.

KPÖ erreichte 0,56 Prozent
In der Steiermark ist die KPÖ mit vier Mandataren im Landtag vertreten. In der Stadt Graz stellt sie sogar zwei Stadträte. Bei der letzten Nationalratswahl 2002 erreichte die KPÖ bundesweit 0,56 Prozent der Stimmen, in der Steiermark waren es 0,95 Prozent.

"Das wäre dritter Lotto-Jackpot"
Franz-Stephan Parteder sagt, Prophezeihungen vor Wahlen seien nie besonders gut, aber er glaube, dass die KPÖ in der Steiermark deutlich zulegen könne. Im Parlament sehe er sich nicht. Ein Einzug ins Parlament wäre nach den Ergebnissen bei der Grazer Gemeinderatswahl und bei der Landtagswahl der dritte Lotto-Jackpot.

Kaltenegger hofft auf Stimmenzuwachs
Er hoffe natürlich, dass möglichst viele die KPÖ wählen, sagt Parteder. Doch Wähler seien Menschen, die mit dem eigenen Kopf denken.

Ähnlich sieht das KPÖ-Landtagsklubobmann Ernest Kaltenegger. Er sagt, er hoffe auf einen Stimmenzuwachs gegenüber der letzten Nationalratswahl, das wäre möglich. Doch mit Landtags- und Gemeinderatswahlen könne man die Wahl am 1. Oktober nicht vergleichen.

Einzug ins Parlament sehr schwierig
Zu einem möglichen Einzug ins Parlament sagt Kaltenegger, wenn man an Wunder glauben würde, könnte man damit rechnen. Aber es werde sehr schwierig werden, so Kaltenegger.

(Quelle: ORF-Steiermark)

9. September 2006